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Background #_01: Aufgrund unserer Experimente und theoretischen
Überlegungen der letzten Jahre, halten wir Schrift und Audio als
Massenmedien besonders geeignet, während wir Video und Fotografie
für persönliche Kommunikation präferieren. Bilder sollte
man vielleicht vor allem von Personen sehen und besitzen, die man kennt.
Background #_02: Im Speichermedium fallen (imaginierter)
Adressat und (tatsächlicher) Rezipient auseinander. Da wir in unserer
Arbeit immer mit realer Kommunikation arbeiten und das Aufnahmegerät
immer in diese integrieren, ist die Arbeit an der Imagination des Adressaten
für uns zentrale Regiearbeit. Ein Aufnahmegerät symbolisiert
die Augen und Ohren der anonymen Anderen. Auf diese Imagination kann leicht
Einfluss genommen werden. Das Experimentieren geht weiter... Background #_03: Ein zentrales Prinzip all unserer Arbeit
besteht in der Transparenz der Methode. Für die Verwirklichung kollektiver
Arbeitsweisen halten wir dreierlei für entscheidend: Offenheit des
Contents, Transparenz der Methoden und die gemeinsame Arbeit an Formaten.
Deshalb fertigen wir in der Regel Background #_04: Mit Video- und Audiobriefen experimentieren wir seit 2002 und werden 2005 sehr wahrscheinlich das Projekt Videoletters to the World (from Berlin-Alexanderplatz) durchführen.
![]() Die ursprüngliche Idee war, dass die Teilnehmer der Sommerakademie Videobriefe an ihre Mama schicken sollten. Dabei sollten sie nur ihre Unterwäsche tragen und vor einer Blue-Box sitzen. Auf diese Weise sollte der von uns vielleicht zu unrecht unterstellte Eskapismus eine komische Note bekommen. Diese Idee wurde intern kritisiert. Den Teilnehmern
sollten selbst entscheiden, können, an wen sie sich richten. Wir
änderten das Konzept und arbeiten schließlich mit folgenden
vier Tafeln:
Die Videobriefe wurden ausgeschnitten, die Hintergrundfarben wurden gewürfelt (1=violett, 2=orange, 3=blau 4=grün, 5=orange, 6=rot).
Wir würden uns freuen, wenn andere das Format Videobrief aufnehmen und mit ihm experimentieren. Auf diese Weise könnten wir das Format kollektiv weiterentwickeln und aus den gegenseitigen Fehlern lernen. Wer hat Lust mit uns im Videobriefformat zu kommunizieren,
das Format weiterzuentwickeln und über eine sinnvolle Nutzung nachzudenken,
mail to: neue.methode@kein.org |